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Mittwoch, 17. Mai 2017 10:43

Q-School: Die Schule ist aus, aber nicht alle haben Ferien.

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Lukas Kleckers hat sich für die Maintour qualifiziert. Simon Lichtenberg und Felix Frede haben sich der Konkurrenz gestellt. Hier ein paar Gedanken dazu.

Q-School: Die Schule ist aus, aber nicht alle haben Ferien.

Lukas Kleckers hat sich für die Maintour qualifiziert. Simon Lichtenberg und Felix Frede haben sich der Konkurrenz gestellt. Hier ein paar Gedanken dazu.

Die drei Sportler gehören aus meiner Sicht zu der neuen goldenen Generation. Gemeinsam waren sie 2013 auf der Deutschen Jugendmeisterschaft in der U21 auf dem Treppchen und sind seitdem in den nationalen Bundeskadern. Die Qualität ist in diesen Jahrgängen war und ist immens hoch.

Die Vorarbeit haben als Pioniere allerdings bereits vor vielen Jahren andere Sportler erledigt. Lasse Münstermann, Sascha Lippe und Patrick Einsle haben den deutschen Snookersport international wettbewerbsfähig gemacht. Im Amateur- und teilweise auch im Profibereich haben sie die Weichen für diese neue Generation gestellt. Deutsche wollen und können Snooker spielen und das auch auf Topniveau.

*die zahlreichen, an dieser Stelle ungenannten Spieler mögen mir verzeihen. Aber auch ihr habt mitgeholfen.

Ist Lukas jetzt der Boris Becker des Snookersport? Nein, es ist ein erster und wichtiger Schritt in eine ganz spezielle Richtung. Er hat es geschafft durch die leicht geöffnete Tür in den großen Ballsaal zu schlüpfen. Dort warten nun die erwachsenen Wölfe auf ihn, die nur ungern ihren Platz geschweige ihre Einnahmen teilen werden wollen.

Simon Lichtenberg und Felix Frede haben zwar keinen Maintourplatz ergattert, aber sie stellen sich ein ums andere Mal der internationalen Konkurrenz. Mit nur drei deutschen Teilnehmern sich auf höchstem Niveau in einem Feld von mehr als 200 Sportlern zu messen verlangt mir Respekt ab. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, denn unter der Livescore-Oberfläche stecken jahrelanges und aufwendiges Training hinter deren Leistung. Sie haben Snooker in ihr Leben integriert und müssen auf viele Annehmlichkeiten verzichten, die ihre Altersgenossen genießen können. Sie stellen sich so oft es geht an den Tisch und sind hochmotiviert.

Auch abseits des intensiven Snookersports sind sie an ihrer Aus- und Weiterbildung interessiert und setzen nicht nur auf Snooker. Sie sind eben clever.

Die kleine, verschworene und interessierte Snookergemeinde in Deutschland ist stolz auf ihre jungen Talente, was man aus vielen Feedbacks und Postings entnehmen kann. Auch wenn Barry Hearn immer wieder die Preisgelder bei den Profis erhöhen kann, ist es dennoch in den ersten Jahren ein reines Investitionsgeschäft für die Spieler.

Eine Förderung ist in Deutschland vorhanden, aber die Mittel reichen beileibe nicht aus um sich mit Ländern wie China zu messen. Einen Eindruck der Intensität und Aktivität gibt dieser Film wieder, der den 6maligen Weltmeister Steve Davis als Sprecher hat. 70 Millionen Billardspieler, die wöchentlich an einem Billardtisch stehen. Akademien mit Vollzeitrainern und Massen an jungen Talenten die montags bis samstags von 9-17:30 Uhr am Tisch stehen. Na super….das kann ja was werden.

Umso mehr muss man vor der Leistung der deutschen Spieler Respekt zollen, die unter Amateurbedingungen einen Profisport ausüben müssen und wollen. Man könnten natürlich jetzt sagen: „Ja, China, die haben auch Geld, Menschen und Möglichkeiten, aber es gibt auch Länder denen es schlechter geht“. Sicherlich, aber es nutzt nichts im Leistungssport nach hinten zu orientieren. Auch dort drängen Länder vehement nach vorn. Polen hat sehr viele gute jungen Spieler am Start, wobei auch diese noch nicht in der Maintour angekommen sind.

Den Event 2 der Q School 2017 kann man noch hier verfolgen.

 

Q-School Event 1:

Runde 1:

Lukas Kleckers - Leigh Robinson (ENG) 4-2

Felix Frede – Jamie O’Neill 1:4

Simon Lichtenberg  - Lee Page 4:2

Runde 2:

Lukas Kleckers - Geng Mingqi (CHN) 4-2

Simon Lichtenberg – Corey Deuel 4:0

Runde 3:

Lukas Kleckers - Sam Thistlewhite (ENG) 4-1

Simon Lichtenberg – Ross Vallance 3:4

Runde 4:

Lukas Kleckers – Adrian Rosa (ENG) 4-0

Runde 5:

Lukas Kleckers - Ma Tingpeng (CHN) 4-3

Runde 6:

Lukas Kleckers – Martin O’Donnell (ENG) 4-1

Q-School Event 2:

Runde 1:

Felix Frede – James Silverwood 1:4

Simon Lichtenberg – James Cahill 1:4

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Bis bald euer Thomas Hein

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